Kunstsammlung Neubrandenburg
 
 
 
 
 
 
 

Öffnungszeiten

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01.12.2013 bis 16.02.2014

Frank Lippold

Wildwochen
Evergreens, Augenschmäuse und Heiratsformeln

 

Das Œuvre des sächsischen Künstlers Frank Lippold (*1970) fasziniert in seiner überraschenden Ausgefallenheit und ist gleichzeitig verunsichernd.

Vermutlich spielt hierbei die Umgebung eine Rolle, die ihn umgibt. Lippold lebt auf Schloss Scharfenberg, einst geistiger Mittelpunkt der Romantiker im 19. Jahrhundert. Seine Landschaften atmen den Geist und die Poesie der Romantik, werden jedoch gebrochen durch seltsame Perspektivverschiebungen, Motivverschachtelungen, durch die Verschmelzung von unterschiedlichen Sinneseindrücken. Darüber hinaus schuf Lippold seit 2005 Werke, die sonderbare urbane Räume, architektonische Versatzstücke, erst in Landschaften einschieben und später als eigenständige Motive bestehen. Der Blick des Betrachters muss dem Sog in die Höhe/Tiefe folgen, wird in seiner Perspektive hin- und hergerissen.

Frank Lippold ist Holzschneider. Seine Holzstöcke „schnitzt“ er direkt vor der Natur, in unmittelbarer Umgebung. Die Bildmotive, die nur fragmental erscheinen, überträgt er mit dem Messer in die geschwärzten Holzplatten. Das Kunstwerk ist das bearbeitete Holz selbst, der eigentliche Druckstock. Abzüge, wie sonst üblich, gibt es von ihm nicht.

Gleichzeitig ist Frank Lippold Maler. Einige der fein gearbeiteten Motive scheinen seinem Lebensraum entsprungen: Portraits fiktiver Schlossbewohner, Madonnenbildnisse oder eine Serie von Vogelbildnissen etwa lassen zwar ihr historisches Umfeld erahnen, werden aber auch hier durch ein irritierendes Moment verfremdet.

Download: Einladung Ausstellung Frank Lippold (pdf)