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Neues im Juni 2026

Liebe Kunstfreundinnen, liebe Kunstfreunde,

auch im Juni gibt es in der Kunstsammlung Neubrandenburg Neues zu sehen:

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Ihr Team der Kunstsammlung Neubrandenburg


Montag, den 01. Juni, 14:00 - 16:00 Uhr


Internationaler Kindertag mit offener Museumswerkstatt
Workshop mit der Museumspädagogin Sophie Dietel

Anlässlich des Kindertages lädt die Kunstsammlung Neubrandenburg zu einer offenen Kreativwerkstatt ein. Im Fokus steht das freie künstlerische Ausprobieren unter Anleitung zweier professioneller Künstlerinnen und der Museumspädagogin.

Um Anmeldung wird gebeten unter:
Tel. 0395-555-1290
oder per E-Mail: kunstsammlung@neubrandenburg.de 


11. Juni bis 30. August 2026


IM HIER IM JETZT.
Wolfram Schubert - Zum Hundertsten

Vernissage: 10. Juni, 17 Uhr

Die 3. Ausstellung der Reihe „IM HIER IM JETZT“ widmet sich dem Maler, Zeichner und Grafiker Wolfram Schubert, der 2026 seinen 100. Geburtstag feiert.

Der 1926 im brandenburgischen Körbitz geborene Wolfram Schubert ist nicht nur für seine Fresken im Neubrandenburger Rathaus bekannt, sondern er war auch langjähriger Vorsitzender des Verbandes Bildender Künstler des Bezirks Neubrandenburg und zugleich Stadtverordneter in Neubrandenburg sowie Gründungsmitglied es Zentrums bildende Kunst.
Neben seinem Engagement für die politische Staatskunst umfasst sein Werk eingängige Porträts, Tierdarstellungen, Landschaften und Stillleben, für die er Inspiration in der Umgebung der Seenplatte ebenso wie auf ausgedehnten internationalen Reisen fand.

Wolfram Schubert gehört zu den prominenten Künstler*innen der Nachkriegsgeneration und war beteiligt an den bedeutenden Kunstausstellungen. Zahlreiche Werke befinden sich im öffentlichen Raum, wie seine konkret-abstrakten Giebelgestaltung an den denkmalgeschützten Plattenbauten in der Neustrelitzer Straße in Neubrandenburg sowie in Sammlungen und Museen, wie der Kunstsammlung Neubrandenburg.

Zum 100. Geburtstag richtet die Kunstsammlung dem bis heute besonders im Zusammenhang seiner Fresken im Neubrandenburger Rathaus viel diskutierten Künstler eine Einzelausstellung in der Reihe IM HIER IM JETZT aus in Zusammenarbeit mit dem Archiv Bildende Kunst MSE, das ein großes Konvolut seines Vorlasses verwaltet und aufarbeitet.


Sonntag, den 21. Juni, 14:00 - 17:00 Uhr


Neubrandenburg – Rereading Iris Dullin-Grund – ein Aufriss.
Workshop mit Jenny Krüger, Susanne Lüttich und Diana Lucas-Drogan

Das Stadtbild von Neubrandenburg ist geprägt von Ambiguität: Backsteingotik und Ostmoderne kollidieren miteinander und erzeugen Risse in der Akzeptanz und den Wohnqualitäten innerhalb der Stadt. In dieser Dynamik wollen wir uns in der Methode des gemeinsamen Gehens und Lesens die gebaute Umwelt als gelebtes und lebendiges Archiv erschließen. Das Lesen von originalen Planungsunterlagen und Fotos der städtebaulichen Umwälzungen ermöglicht uns ein Erproben des gemeinsamen Dialogs, sich mit den Planungsideologien als Material auseinanderzusetzen. Zusammen mit Planer*innen, Zeitzeug*innen und Gäst*innen dekodieren wir durch die Begehung der Orte und im Zusammenhang mit Planungsmaterial die Ideologien, Konzepte und Bezüge der Planungskultur der letzten beiden Bebauungsgebiete in Neubrandenburg in der DDR. Die 80er Jahre waren geprägt von ersten sensiblen Anpassungen und auch großem Widerstand gegen die Planungspraxen. In zwei Vierteln von Neubrandenburg (Katharinenviertel, Rostocker Viertel) wollen wir den Zwiespalt, den Mut und auch die Sensibilitäten der Planung begehen.

Zusammen mit Planer*innen, Zeitzeug*innen und Gäst*innen dekodieren wir durch die Begehung der Orte und im Zusammenhang mit Planungsmaterial die Ideologien, Konzepte und Bezüge der Planungskultur der letzten beiden Bebauungsgebiete in Neubrandenburg in der DDR. Die 80er Jahre waren geprägt von ersten sensiblen Anpassungen und auch großem Widerstand gegen die Planungspraxen. In zwei Vierteln von Neubrandenburg (Katharinenviertel, Rostocker Viertel) wollen wir den Zwiespalt, den Mut und auch die Sensibilitäten der Planung begehen. In den 70er Jahren als Megastruktur geplant, reduziert sich das technoide Planungsdogma der Großbauten in den 80er Jahren auf eine Plattenbaugestaltung, die sogar das Ornament aufgreift und in Teilen auf den Abriss historischer Bausubstanz verzichtet.

In dem Workshop dekodieren wir die geplanten Riesenmaschinen für das Katharinenviertel und begehen gemeinsam in einem 360-Grad-Blick die Stadtmorphologie. Den Zwiespalt zwischen den geplanten großen Gesten und den gebauten kleinen Gesten lesen wir in einem gemeinsamen Spaziergang.

Um Anmeldung wird gebeten unter:

Tel. 0395-555-1290
oder per E-Mail: kunstsammlung@neubrandenburg.de 


Sonntag, den 28. Juni, 11:00 - 17:00 Uhr


Neubrandenburg – Rereading Iris Dullin-Grund – ein Aufriss.
Workshop anlässlich des Tags der Architektur mit Jenny Krüger, Susanne Lüttich und Diana Lucas-Drogan

Entgegen der gängigen Stadtmorphologie einer europäischen, historischen Stadt muss sich Neubrandenburg mit der Architektur der frühen Postmoderne immer wieder beweisen. Wegen der starken Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs entstand hier die Möglichkeit für eine Planstadt der DDR, die auch den politischen Umstrukturierung der frühen fünfziger Jahre Rechnung trägt.

Der infrastrukturelle Eingriff durch das Verlegen der Straße bedingte radikale Pläne zwischen Abriss und dem Erbauen von Hochhaustürmen am Tollensesee und führte gleichzeitig zu einem Widerstand der Bewohnenden. In der Hoffnung, aus den vorherigen Umstrukturierungen der Stadt gelernt zu haben, wuchs der Widerstand seitens der Bevölkerung. Politisch hielt die Planungsabteilung um Iris Dullin-Grund an den Dogmen jedoch fest. Dieser Ambivalenz der Zeit widmet sich der zweite Workshop und Spaziergang. Grundlage des gemeinsamen Lesens ist der Einblick in Planungsunterlagen und Fotos, die im Spaziergang als Material mit Zeitzeug*innen eingebracht werden.

Um Anmeldung wird gebeten unter:

Tel. 0395-555-1290
oder per E-Mail: kunstsammlung@neubrandenburg.de 


Ausstellungen:


20.05.2026