Kunstsammlung Neubrandenburg
 
 
 
 
 
 
 

Presseinformation

Kunstsammlung Neubrandenburg

Die Kunstsammlung eröffnete am 12. April 2003 Neubrandenburg ihr neues Domizil in der Großen Wollweberstraße 24. In zweijähriger Bautätigkeit wurde im Zentrum der Stadt ein markantes Fachwerkgebäude aus dem 18. Jahrhundert rekonstruiert und mit einem modernen Anbau zu einem Museumskomplex ausgebaut. Auf 400 m² Ausstellungsfläche sind nun zwei unterschiedliche Ausstellungsbereiche etabliert worden, die gleichzeitig Sonderausstellungen und Präsentationen der Bestände des Museums zeigen. Der Schwerpunkt der Sonderausstellungen wird auf zeitgenössischer bildender Kunst in ihren vielfältigen Ausdrucksformen liegen. Dabei wird sowohl dem regionalen Schaffen Beachtung geschenkt als auch national und international bedeutenden Künstlern. Außerdem werden regelmäßig Kunstströmungen der Vergangenheit vorgestellt. Ein museumspädagogisches Kabinett und eine Bibliothek mit einem Präsenzbestand an Kunstliteratur und -dokumentation bieten den Besuchern erweiterte Möglichkeiten des Kunstgenusses. Die Kunstsammlung wurde, nachdem die Bestände ihrer Vorgängereinrichtung, der Städtischen Kunstsammlung, seit 1945 verschollen sind, 1982 neu gegründet und bezog eine für fünf Jahre gedachte provisorische Bleibe in einer Fachwerkvilla.

Abseits des mainstream ist in 20 Jahren eine Sammlung zeitgenössischer deutscher Kunst entstanden, in der unspektakuläre Arbeiten mit hohem sinnlichen und zeichenhaftem Ausdruck, getragen von einer malerischen Kultiviertheit, überwiegen. Das Ergebnis bisheriger Sammeltätigkeit sind ca. 5500 Kunstwerke der Malerei, Plastik und Grafik. Die Städtische Kunstsammlung in Neubrandenburg war die erste Kunstsammlung in Mecklenburg, deren Zustandekommen auf einer bürgerlichen Stiftung beruhte. Im Jahr 1890 verstarb der Maler Henry Stoll (geb.1822 in Neubrandenburg) und vererbte der Stadt Neubrandenburg seine Kunstsammlung mit der Maßgabe, sie öffentlich nutzbar zu machen. 1911 konnten die Bestände durch die Hinterlassenschaften des Neubrandenburger Kunsthändlers August Schmidt (1825-1911), dessen wertvolle Sammlung schon auf den Vater zurückging, erweitert werden. 1920 bezog die Städtische Kunstsammlung den Südflügel des Herzoglichen Palais, das 1945 völlig ausbrannte. Die Bestände sind kurz vorher ausgelagert, Richtung Schwerin transportiert worden und seitdem verschollen.